
„Wir wiegen uns in Sicherheit, wir sind aber nah an einem Pulverfass. Das Säbelrasseln in den Medien muss aufhören, da dies oft auf die Schlachtfelder gefolgt ist“, sagte der rheinland-pfälzische Sozialminister Alexander Schweitzer zu der Ukraine-Krise beim politischen Aschermittwoch der SPD Koblenz und Kreis Mayen-Koblenz in der Gaststätte der Königsbacher Brauerei. Traditionell wird dort nach Karneval zum Heringsessen geladen. Zuvor hatte etwa eine Stunde lang die Rythm & Improvisations Combo der Kreismusikschule Mayen-Koblenz unter Leitung von Johannes André unter anderem jazzige Stücke gespielt. Im Namen von SPD-Kreisverband und Stadt Koblenz begrüßte Staatssekretär David Langner, er ist auch Vorsitzender der SPD Koblenz, zahlreiche Gäste und politische Funktionsträger und kündigte einen unterhaltsamen Abend an.
Der Koblenzer SPD-Bundestagsabgeordnete Detlev Pilger stimmte auf den Wahlkampf für die Kommunal- und Europawahl am 25. Mai ein und kündigte an: „Mit dem heutigen Abend geht’s los.“ Er prophezeite: „Wir werden bei der Wahl ein tolles Ergebnis einfahren und die Rathäuser stürmen, auch in den Ortsbeiräten.“
Schließlich habe man noch etwa 80 tolle Tage Zeit, um auf die Bürger zuzugehen, meinte der Bundestagsabgeordnete. Minister Alexander Schweitzers Thema war Europa und die Wahl des Parlaments. Er berichtete von der historischen Konferenz in Rom, bei der alle sozialdemokratischen Parteien Europas zusammenkamen und Martin Schulz zum Spitzenkandidaten wählten. Schweitzer forderte: „Wir müssen mit den Menschen über Europa reden. Denn die wirtschaftliche Entwicklung geht in die Aufbaustaaten China und Indien, die andere demografische Situationen haben, als wir. Deshalb muss Europa mit einer Stimme sprechen und am 25. Mai ist eine Schicksalswahl für uns alle.“ Den demografischen Wandel in Rheinland-Pfalz erläuterte er an Allgemeinmedizinern, von denen ein Drittel über 60 Jahre aber total fit ist. „Aber was ist in 10 Jahren?“, fragte Schweitzer. Deshalb lege er drei Programme vor, mit denen die Qualität der Gesundheitsversorgung beibehalten werden könne.