Badinsky zu Besuch am Tauris im Schul- und Sportzentrum
Mülheim-Kärlich. Jan Badinsky, SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, begleitet die Entwicklung rund um das Tauris seit Jahren – seit der Kommunalwahl auch im Ältestenrat der Stadt. Die SPD trug in der Vergangenheit auf Bitten von Stadtbürgermeister Harner (FWG) verschiedene Schritte mit: von der Markterkundung über die zweite bis zur dritten, immer noch erfolglosen Ausschreibung. Inzwischen wirbt die Fraktion für ein Umdenken.
Badinskys Fazit: Der Wunsch des Bürgermeisters, selbst eine Lösung zu finden, habe sich nicht erfüllt. Zwar habe es Interessenten gegeben, doch verschiedene Hürden hätten einen Zuschlag immer verhindert. „Wir müssen in der Kommunalpolitik bereit sein, aus Erfahrungen zu lernen“, sagt Badinsky dazu. Das Grundproblem sei aus seiner Sicht strukturell: „Eine Stadtgemeinde ist für die komplexe Aufgabe eines Schwimmbads, gar eines Freizeitbads, eigentlich nicht ausgelegt. Gerade bei aufwendigen Konzepten stoßen Kleinstädte schnell an finanzielle und rechtliche Grenzen – etwa bei der Haushaltsgenehmigung oder im Vergabe- und Wettbewerbsrecht.“
Badinsky sieht deshalb die Verbandsgemeinde Weißenthurm in einer Schlüsselrolle: „Ein Schwimmbad dient nicht nur einer Stadt, sondern vielen Menschen in der Region. Vor allem auch Kindern aus einer Vielzahl von Schulen. Genau für solche Aufgaben gibt es Verbandsgemeinden. Sie bündeln Verantwortung, verfügen dadurch über mehr Spielräume bei der Kommunalaufsicht und bringen technische Erfahrung im Umgang mit Wasser mit – etwa in den VG-Werken.“ Sein Appell: „Unsere VG ist fürs Schwimmen eine Chance. Ich wünsche mir, dass alle Seiten diese Perspektive jetzt konstruktiv beleuchten – im Interesse der Bürgerinnen und Bürger. Wir müssen an einem Strang ziehen.“