Jugendministerium fördert aufsuchende Jugendsozialarbeit in Andernach und Mayen

Veröffentlicht am 24.03.2021 in Pressemitteilung

Wie das rheinland-pfälzische Ministerium für Familien, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz mitteilt, unterstützt es die aufsuchende Jugendsozialarbeit in 13 Kommunen mit einer Förderung von 12,5 Fachkräftestellen und insgesamt 375.000 Euro. Die 12,5 Stellen der aufsuchenden Jugendsozialarbeit werden mit bis zu 30.000 Euro pro Jahr gefördert. Unter den geförderten Kommunen sind unter anderen auch Andernach und Mayen. Andernach erhält die Bezuschussung in Höhe von 30.000 Euro für eine volle Stelle und Mayen bekommt eine halbe Stelle bezuschusst, das heißt 15.000 Euro.

Der SPD-Kreisvorsitzende Marc Ruland, MdL, begrüßt die Förderung: „Ich freue mich, dass diese monetäre Hilfestellung den Jugendlichen in unserer Heimat zugutekommt, die von den institutionellen Beratungsstellen nicht erreicht werden. Denn auch sie sind ein Teil unserer Gesellschaft und sollen mit der Hilfe engagierter Sozialarbeiter ihren Platz darin finden. Für die Jugendlichen eröffnen sich neue Möglichkeiten und es werden ihnen Chancen aufgezeigt. Wir alle profitieren davon, wenn sich die jungen Menschen als gleichberechtigt wahrnehmen, sich aktiv in allen Lebensbereichen einbringen und diese mitgestalten können. Die Förderung ist damit eine gute Investition in die Zukunft unserer regionalen Gemeinschaft“.

Die Jugendsozialarbeit hilft Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf dem Weg ins Erwachsensein. Die Aufgabe der Fachkräfte ist es, Jugendliche, die sozial oder persönlich in schwierigen Situationen sind, zu unterstützen, damit sie etwa ihren Schulabschluss bestehen, eine Ausbildung beginnen oder eine Arbeit aufnehmen können. Sogenannte Jugendscouts oder Streetworker suchen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen an den von ihnen gewählten Treffpunkten wie beispielsweise Bushaltestellen, Parkbänken und Marktplätzen auf und bieten ihnen Hilfestellung bei der Überwindung sozialer Benachteiligung und individueller Beeinträchtigung mit dem Ziel der sozialen Integration in die Gesellschaft.

„Für manche Jugendliche ist dieser Weg ins eigenständige Leben nicht immer leicht. Für die Jugendsozialarbeit geht es unter anderem darum, dass die jungen Menschen soziale Kompetenzen erwerben, um ihren Alltag zu meistern, aber auch darum, den Schulabschluss zu schaffen und sich anschließend im Arbeitsleben zurechtzufinden“, erklärt Jugendministerin Anne Spiegel.

Im Rahmen der Jugendstrategie „JES! Jung.Eigenständig.Stark“ unterstützt das Förderprogramm „Aufsuchende Jugendsozialarbeit – gesellschaftliche Integration sozial benachteiligter junger Menschen“ seit Ende März 2017 die gesellschaftliche Integration sozial benachteiligter junger Menschen. Zu dieser Gruppe gehören auch geflüchtete Menschen. 2021 werden weitere kommunale und freie Träger in das Förderprogramm aufgenommen.

 

Olaf Scholz

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