MAYEN-KOBLENZ

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Mit zwei dabei – beitragsfrei

Veröffentlicht am 03.09.2010 in Pressemitteilung

„Chancengleichheit ist das Markenzeichen rheinland-pfälzischer Bildungspolitik.“ Mit diesem Satz eröffnete nach einer kurzen Begrüßung durch den Landtagsabgeordneten Clemens Hoch und den Chef der Andernacher SPD Lars Hörnig die Staatssekretärin im Bildungsministerium Vera Reiß einen höchst interessanten Rundgang durch die rheinland-pfälzische Bildungslandschaft. Im Rheinecker Hof, dem Gründungslokal der Andernacher SPD entspann sich nach einem Bericht von Vera Reiß eine intensive Diskussion.

Der Landtagsabgeordnete Clemens Hoch verwies nicht ohne Stolz auf die Leistungen der Stadt Andernach: „Wir sind Spitzenreiter bei der Betreuung der unter Dreijährigen. Mit 48 Prozent Bedarfsdeckung liegen wir doppelt so gut wie der Landesdurchschnitt.“

Begonnen hatte die Erfolgsgeschichte mit dem 2005 ins Leben gerufenen Programm „Zukunftschance Kin-der – Bildung von Anfang an.“ Ihm folgte ein KITA Programm mit Namen „Für jeden Schatz einen Platz.“ Dies alles sei aber noch nicht genug, konstatierte Vera Reiß, die nach wie vor eine bessere Versorgung für Kinder im Alter von 0 bis drei Jahren fordert. „Jede Familie soll die finanzielle Möglichkeit haben, ihre Kin-der in Kindergärten und Kindertagesstätten zu schicken. Seit wir gestartet sind, hat sich die Zahl der Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren mehr als verdreifacht. Wir haben uns von 6,7 auf 24 Prozent Bedarfsde-ckung gesteigert und allein für dieses Jahr 78 Millionen Euro für die Beitragsbefreiung im Haushalt einge-stellt. Im nächsten Jahr geben wir rund 89 Millionen Euro dafür aus, dass alle Kinder beitragsfrei Kindergar-ten oder Kita besuchen können.“

„Wir sind stolz darauf, dass wir Rheinland Pfalz für Familien mit Kindern besonders attraktiv gemacht ha-ben“, erklärte auch Clemens Hoch. „Mit rund 800 Euro pro Jahr und Kind entlasten wir spürbar die Porte-monnaies rheinland-pfälzischer Familien. Damit sind wir deutschlandweit Vorreiter.“

Vera Reiß rechnete vor, „dass jeder in frühkindliche Bildung investierte Euro sich mit vier multipliziert.“ Man müsse später nicht „reparieren“, wenn man es dem Nachwuchs ermögliche, schon in den Kitas spielerisch und entdeckerisch zu lernen. Hinzu komme, dass für die rund 21 000 Erzieherinnen und Erzieher im Land jährlich zwei Millionen Euro für Fortbildungsprogramme zur Verfügung gestellt würden. „Mich freut insbe-sondere, mit wie viel Eifer und Elan die Erzieherinnen und Erzieher im Land dieses Qualifizierungspro-gramm nutzen“, erklärte Vera Reiß und berichtete über die Sprachförderkurse für Kinder, die inzwischen über 19000 Kinder im Land besucht haben. „Wir erreichen 39 Prozent der Kinder, die später zur Schule gehen“, erklärte sie und räumte auf mit dem Vorurteil, dass Sprachförderkurse in erster Linie von Kindern mit Migrationshintergrund besucht werden. „Das ist mitnichten der Fall. Der Anteil deutscher und Kinder mit Migrationshintergrund hält sich die Waage. Wir mussten lernen, dass gerade auch Kinder aus deutschen Familien verstärkt einer intensiven Sprachförderung bedürfen“, berichtete sie aus ihren Erfahrungen.

Als „verrückte Idee“ bezeichnete Vera Reiß den Plan von Ursula von der Leyen, „Kindern Chip-Karten um den Hals zu hängen. Wir gehen in Rheinland-Pfalz den besseren Weg, indem wir grundsätzlich die Bei-tragsfreiheit einführen und unsere Erzieherinnen und Erzieher qualifizieren. Hinzu kommt die Tatsache, dass wir schon jetzt Kindern aus ärmeren Familien einen kostenlosen Mittagstisch anbieten können. Hierzu haben wir zwei Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt.“

Clemens Hoch forderte, den Weg weiter zu gehen und wies auf die Länder hin, die bei Bildungsministerin Doris Ahnen rheinland-pfälzische Konzepte abfragt: „Von Doris Ahnen lernen, heißt siegen lernen“, bekräf-tige er und ergänzte mit Vera Reiß: „Kurt Beck steht zu 100 Prozent hinter unseren Bemühungen um früh-kindliche Bildung und Förderung. Ich gehe davon aus, dass wir auch nach dem 27. März 2011 mit dieser erfolgreichen Politik weiter machen werden.“

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