Zum politischen Abend der SPD Andernach in der Adventszeit konnte der SPD-Vorsitzende Lars Hörnig den Beauftragten der drei Diakonischen Werke in Rheinland-Pfalz begrüßen. Pfarrer Albrecht Bähr, zugleich Vorsitzender des Landesjugendhilfeausschusses sprach in seinem Gastreferat über das Thema „Wie familienfreundlich muss unser Land sein?“.
„Unsere Gesellschaft braucht starke Familien. Nur so können wir für die Zukunft unseres Lan-des auch stabile Kinder erziehen“, plädierte Bähr für mehr Vorsorge und mehr ergänzende Hil-festellungen. Er ergänzte: „Wir müssen den Werteverfall ins unserer Gesellschaft stoppen und die Politik muss langfristig angelegte Finanzhilfen den Familien zukommen lassen, denn Armut raubt den jungen Menschen die Zukunft“. Albrecht Bähr nahm in seinem Vortrag mehrfach Be-zug auf die Große Anfrage der SPD-Landtragsfraktion zum Thema Familienpolitik und forderte ein gesamtgesellschaftliches Eintreten gegen Armut.
Im Anschluss an den interessanten und kurzweiligen Vortrag des Vorsitzenden des Landesju-gendhilfeausschusses, schloss sich eine Podiumsdiskussion an, an der auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Clemens Hoch, MdL, und Oberbürgermeister Achim Hütten teilnahmen. Hier wurde insbesondere die Bildung und Versorgung der Kleinsten der Gesellschaft thematisiert. „In Rheinland-Pfalz stellen wir ab 2010 den Kindergarten komplett Beitragsfrei; und das schon ab dem zweiten Lebensjahr“, betont der SPD Abgeordnete Hoch. „Das legt die Bildungsgrundlagen unabhängig vom Geldbeutel und von der Herkunft der Eltern.“ Oberbürgermeister Achim Hütten erläuterte, „dass die Stadt Andernach aufgrund des eigenen Jugendamtes Stärke in der Sozial-, Jugend- und Familienpolitik zeigen könne. Hinzu kommt ein gutes Netzwerk zwischen den einzelnen sozialen Einrichtungen und Institutionen. Hierdurch können wir vor Ort Probleme schneller angehen und lösen!“
Die SPD hofft dabei darauf, dass das Haus der Familie in der Stadthausgalerie sich zur Anlauf-stelle für Familien und Generationen weiter entwickelt. „Diese Institution ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Beratung und den gegenseitige Austausch sowie das Zusammentref-fen zu verstärken “, erläutert der SPD-Vorsitzende Lars Hörnig. „Uns ist bewusst, dass wir wei-tere Anreizpunkte setzen müssen, damit Andernach für Familien aller sozialen Schichten lie-bens- und lebenswert ist“, so Hörnig.