Bessere und effizientere Ausgestaltung geplant – mehr runde Tische!
Wahlkreis/Mainz. Der Andernacher Landtagsabgeordnete Marc Ruland (SPD) begrüßt die Entscheidung der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Vera Reiß, künftig die zusätzlichen Sprachförderangebote für Kinder von Geflüchteten besser und effizienter zu gestalten. „Wir sind dabei zuversichtlich, dass ein verbessertes Angebot auch ohne Mehrkosten und ohne eine Aufstockung des Personalbestandes möglich ist“, so Ruland. „Zentrales Anliegen muss es daher sein, bestehende Angebote besser als bislang zu vernetzen und Sprachförderkräfte effizienter nach Bedarf der einzelnen Kommunen zu verteilen“, so Ruland. Zwecks besserer Koordinierung und einer passgenauen Ausrichtung sind mehrere runde Tische und Gesprächsrunden geplant, die zwischen dem Land und der kommunalen Ebene für eine verbesserte Abstimmung sorgen sollen. „Wir wollen gemeinsam nach zielgerichteten und pragmatischen Lösungen suchen, statt, wie der politische Mitbewerber CDU, mit der Forderung nach immer neuen, lediglich symbolischen ‚Flüchtlingsgipfeln’ in Effekthascherei zu verfallen.“
Von derzeitigen Neuausrichtung der Sprachfördernagebote profitiert dabei nicht zuletzt auch der Landkreis Mayen Koblenz. Besonders deutlich kommt die verbesserte Sprachförderung im Wahlkreis insbesondere den Grundschulen in Weißenthurm und der GS Bendorf Medardus mit jeweils 18 beziehungsweise 26 Wochenstunden zugute.
Über die Bemühungen des Landes hinaus lobte die Ministerin auch die zusätzlichen Anstrengungen zahlreicher Kommunen vor Ort, wie etwa den von der SPD angestoßenen runden Tisch zur Sprachförderung in Andernach.
Gleichzeitig verweist Ruland auf die Notwendigkeit einer stärken Beteiligung des Bundes an der Unterbringung und Integration von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern. „Das Recht auf Asyl ist ein Grundrecht, das nicht an der Finanzsituation von Ländern und Kommunen scheitern darf. Hier bedarf es einer finanziellen Absicherung durch zusätzliche Mittel des Bundes, die insbesondere die Städte und Gemeinden deutlich entlasten. „Wir dürfen es nicht zulassen, dass sich in den Kommunen vor Ort irgendwann die Frage stellt, ob Menschen aus Kriegsgebieten menschenwürdig untergebracht werden können oder wahlweise öffentliche Einrichtungen erhalten werden. Dies würde einen Keil in unsere solidarische Gesellschaft treiben und birgt erhebliche soziale Fliehkräfte. Eine solche Politik des Entweder-Oder ist mit uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nicht zu machen“, so Ruland abschließend.