MAYEN-KOBLENZ

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Schulbesuchstag der Landtagsabgeordneten am 9. November 2015

Veröffentlicht am 16.11.2015 in Pressemitteilung

Ruland (SPD) diskutierte mit Schülern über Wahlalter 16 und Flüchtlingssituation

Andernach/Mainz. Einen etwas anderen Sozialkundeunterricht erlebten unlängst die Schülerinnen und Schüler am Bertha-von-Suttner-Gymnasium, dem Kurfürst-Salentin-Gymnasium und der IGS Pellenz. Statt sich aus Büchern und Arbeitsblättern über das politische System und aktuelle Themen zu informieren, diskutierten diese anlässlich des Schulbesuchstages der rheinland-pfälzischen Landtagsabgeordneten am 9. November mit dem Andernacher SPD-Abgeordneten und seinen Kolleginnen und Kollegen von CDU und Bündnis90/Die Grünen, Hedi Thelen und Nicole Besic-Molzberger.

Ruland ging dabei über die historische Bedeutung des 9. Novembers, der stellvertretend für eine Reihe von Ereignissen in der deutschen Geschichte steht. Neben der Ausrufung der Republik durch Philipp Scheidemann beziehungsweise der Räterepublik durch Karl Liebknecht 1918 seien die Novemberpogrome im Jahr 1938 das wahrscheinlich prägendste Ereignis im Hinblick auf die deutsche Geschichte. „Sie stellte ein wesentliches Ereignis auf dem Weg zur fabrikmäßigen Massenvernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden dar. An die Ereignisse des 9. Novembers 1938 zu erinnern sei gleichermaßen Teil der deutschen Identität und dauernde Aufgabe auch für zukünftige Generationen“, so Ruland.

Neben dem historischen Rückblick wandten sich die Schülerinnen und Schülern aber auch mit tagesaktuellen Fragen an die Abgeordneten. Auf die Frage nach der Einführung eines Wahlrechts ab 16 Jahren äußerte sich Ruland positiv und schlug seinerseits eine Probeabstimmung am Bertha-von-Suttner-Gymnasium durch die Schülerinnen und Schüler vor. Mehrheitlich entschieden sich die jungen Menschen dabei für eine entsprechende Änderung des Wahlrechts. Doch auch die aktuelle Flüchtlingsthematik beschäftigte die Schülerinnen und Schüler, die ein großes Interesse daran bekundeten, sich auch ehrenamtlich für geflüchtete Menschen zu engagieren. Ruland griff das positive Stimmungsbild auf und versprach, sich mit dem Vorschlag eines Runden Tisches „Junge Menschen packen an“ an den Andernacher Oberbürgermeister zu wenden: „Ich werde die Stadt in einem entsprechenden Schreiben bitte, klare Anlaufstellen und Informationsmöglichkeiten speziell für junge Menschen zu schaffen, die sich in der Flüchtlingssache aber auch darüber hinaus ehrenamtlich engagieren wollen“, so Ruland abschließend. 

Homepage Marc Ruland

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