Andernacher Sozialdemokraten besuchen Krahnenberg-Kaserne

Andernach. Vor kurzem machte sich die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Andernach gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Marc Ruland und weiteren interessierten Mitgliedern ein Bild von der Krahnenberg-Kaserne in Andernach.
Nach Begrüßung und Einweisung durch die zuständigen Stabsoffiziere wurde zunächst die Traditionsbaracke, das Baudenkmal „Wiege der Bundeswehr“, besichtigt. Oberstleutnant a.D. Dieter Ulrich Schmidt erläuterte für den betreuenden Förderverein anschaulich die militärhistorische Sammlung in der unter Denkmalschutz stehenden, letzten verbliebenen Baracke. Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2014 kann die Ausstellung eröffnet werden. „Wir begrüßen es sehr, dass an dieser Stelle ein Einblick in die Geschichte der Bundeswehr als demokratisch kontrollierte Armee der Bundesrepublik möglich wird. Insbesondere der Standort Andernach spielt hier historisch eine zentrale Rolle“, so der SPD-Vorsitzende Marc Ruland.
Oberstleutnant Becker, zuständiger Kasernenkommandant der Liegenschaft, stellte die Aufgaben und Besonderheiten der Dienststelle als Zentrales Institut für Wehrmedizinstatistik und Berichtwesen der Bundeswehr vor. Infolge erklärte der Leiter des Zentralarchivs, Regierungsamtsrat Kossmann, den Gästen die Bedeutung der eingelagerten Gesundheitsakten ehemaliger Soldaten der Bundeswehr und der früheren Nationalen Volksarmee. Dabei wurde er auf Anhieb fündig, als zwei anwesende, ehemalige Soldaten darum baten, ihre Jahrzehnte alten Unterlagen einsehen zu können. Oberstleutnant Sauer, zuständiger Leiter der Kreisverbindungskommandos zum Landkreis Mayen-Koblenz, berichtete über die zivil-militärische Zusammenarbeit bei Katastrophenhilfen, Unterstützungsleistungen und gemeinsamen Übungen, welche reibungslos funktioniert. Sauer wies darauf hin, dass die Kreisverbindungskommandos ausschließlich mit Reservisten besetzte Kontaktstellen zwischen dem Landkreis und der Bundeswehr seien, welche über eine vorbildliche Einbindung verfügten.
Im Namen der Andernacher Sozialdemokraten dankte Marc Ruland „für die Bereitschaft die SPD-Delegation zu empfangen und ihr einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben zu geben, die in der Andernacher Kaserne erledigt werden. Alles in allem war dies für uns ein sehr lohnenswerter und interessanter Besuch! Wir Sozialdemokraten sind verbunden mit der Bundeswehr am Standort Andernach, ihrer Tradition hier in der Region und erklären uns mit den eingesetzten Soldaten und zivilen Mitarbeitern solidarisch.“