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IGS in der Pellenz könnte Schulangebot für Region abrunden – Elternwille entscheidend

Veröffentlicht am 07.02.2008 in Pressemitteilung

Landtagsabgeordneter Clemens Hoch begrüßt Initiative für Verbandsgemeinderat und erläutert einen möglichen Zeitplan

PELLENZ. Der SPD Landtagsabgeordnete Clemens Hoch begrüßt die Ankündigung der beiden Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD im Verbandsgemeinderat Pellenz, einen Antrag zur Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule in Plaidt zu unterstützen. „Eine IGS in Plaidt könnte das schulische Angebot in der Region abrunden und würde die hervorragende Arbeit der Regionalen Schule Pellenz honorieren“, so Hoch. Der Abgeordnete kündigte an, bei entsprechenden Entscheidungen des Verbandsgemeinderates und des Kreistages für eine solche Einrichtung bei Bildungsministerin Doris Ahnen zu werben.

Ziel einer IGS ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, erfolgreich einen der folgenden Abschlüsse, die denen des gegliederten Schulsystem entsprechen, zu erreichen: Dies sind entweder der Hauptschulabschluss (Sekundarabschluss I/Berufsreife) nach Klasse 9, der Realschulabschluss (Qualifizierter Sekundarabschluss I) nach Klasse 10 sowie die Übergangsberechtigung in die Gymnasiale Oberstufe; der schulische Teil der Fachhochschulreife oder das Abitur, die Allgemeine Hochschulreife. „Ob die letzen beiden Abschlüsse in Plaidt bei Einrichtung einer IGS erworben werden können“, erläutert Clemens Hoch, MdL, „hängt im Wesentlichen von den Schülerzahlen und Anmeldungen für eine etwaige Oberstufe ab. Das haben dann also die Eltern in der Hand.“

„Besonders wichtig ist somit der Elternwille“, so der SPD-Abgeordnete Hoch weiter, „deshalb stelle das Bildungsministerium auch ein Muster für eine Elternbefragung zur Verfügung.“ Wenn bis zum 31. März ein begründeter Antrag auf Errichtung einer vierzügigen Integrierten Gesamtschule durch den Schulträger vorliege und dieser durch eine informelle Elternbefragung im Einzugsgebiet über die Erfüllung der Errichtungsvoraussetzungen unterstützt werde, könnte die IGS wenn alles glatt gehe zum Schuljahr 2009/2010 in Plaidt starten. „Wichtig ist aber“, so Clemens Hoch, „dass eine solche Entscheidung gründlich vorbereitet und überdacht wird. Lieber ein Jahr länger gründlich planen und dann richtig und erfolgreich starten, als mit einem Schnellschuss, Eltern, Schüler und Lehrer zu frustrieren.“

Eine Integrierte Gesamtschule kann auf Antrag des Schulträgers und nach Anhörung des Schulträgerausschusses von der obersten Schulbehörde errichtet werden, wenn ein ausreichender Bestand von Schularten der Sekundarstufe I und von Gymnasien mit Sekundarstufe II in zumutbarer Entfernung gewährleistet bleibt. Wird im Zusammenhang mit der Errichtung einer Integrierten Gesamtschule eine Schule der Sekundarstufe I aufgehoben, so sind neben dem Schulausschuss die Gesamtkonferenz dieser Schule sowie der Schulträgerausschuss zu hören.

In der IGS werden Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft, Begabung und Neigung in einer Klasse zusammengefasst. Dadurch wird gemeinsames Lernen über die Grundschulzeit hinaus bis zur 9. bzw. 10. Klassenstufe möglich. In den Klassenstufen 5 und 6 werden zur besseren Förderung der unterschiedlich leistungsfähigen Schülerinnen und Schüler in einigen Unterrichtsstunden der Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik kleinere Gruppen gebildet. Ab Klassenstufe 6 können die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Neigung und ihrer Begabung im Wahlpflichtbereich aus einem breiten Angebot ihren eigenen Schwerpunkt setzen. Den unterschiedlichen Begabungen wird auch durch leistungsbezogene Kursbildung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik Rechnung getragen. Damit ist noch keine Entscheidung über den Schulabschluss getroffen. In den Fächern Gesellschaftslehre und Arbeitslehre, Musik, Bildende Kunst und Sport sowie Religion oder Ethik werden die Schülerinnen und Schüler auch weiterhin gemeinsam unterrichtet.

„Gesamtschulen legen Wert auf stabile soziale Beziehungen und Soziales Lernen“, so der SPD-Landtagsabgeordnete Clemens Hoch weiter, „deshalb ist die Regionale Schule Pellenz in Plaidt auch in besonderem Maße geeignet.“ Durch ihr Engagement insbesondere bei den Musicalprojekten habe die Schule unter Beweis gestellt, dass die Vermittlung von Sozialkompetenz heute schon einer der Schwerpunkte der schulischen Aktivitäten ist.“

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