Kreis muss Farbe bekennen, wo es mit der Schulentwicklung hingehen soll
Kreis muss Farbe bekennen, wo es mit der Schulentwicklung hingehen soll
MENDIG/REGION. Mit großer Freude nimmt der SPD-Landtagsabgeordnete Clemens Hoch zur Kenntnis, dass die Bildungskonzepte der sozialdemokratischen Landesregierung um Ministerpräsident Kurt Beck und Bildungsministerin Doris Ahnen vor Ort große Zustimmung finden: „Das Votum der beiden Mendiger weiterführenden Schulen sowie das ‚Ja’ der Verbandsgemeinde zu einer integrierten Gesamtschule (IGS) bestätigt das Ziel der SPD in Rheinland-Pfalz, ein längeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen und die Durchlässigkeit im Bildungssystem zu verbessern.“ Eines ist nämlich sicher, so Clemens Hoch: „Wir brauchen mehr junge Menschen mit qualifizierten Schulabschlüssen.“
„Die beiden Schulen in Mendig erhalten bei einem Antrag meine volle Unterstützung;“ erklärt Hoch. Um eine erfolgreiche IGS an einem Standort zu etablieren, müsse auf Dauer aber auch der Gymnasialanteil gebunden werden. Dies sei das entscheidende Kriterium für eine funktionierende IGS. Clemens Hoch (SPD) ist zuversichtlich: „Ich glaube, dies kann in Mendig gelingen.“ Ziel für Mendig wie auch die anderen Integrierten Gesamtschulen müsse eine Oberstufe sein. Bei der IGS müssen dazu mindestens 50 Schüler in einem Jahrgang in die Oberstufenklassen starten. Auch die Realschule plus kann eine Oberstufe mit einer bedingten Hochschulreife bringen. „Ich werde mich in Mainz dafür einsetzen, dass hier die Messzahlen kleiner sein werden, als bei der IGS“, so der Abgeordnete Hoch. Deshalb fordert er die Schulträger auf, sehr genau zu prüfen, ob die neue Schulform nicht auch eine Option sein könnte. Immerhin habe Mendig als eine der ältesten Realschulen im Land eine besondere Tradition.
„Elternwille und Qualität der Bildung sind die entscheidenden Kriterien“, so Hoch: „Deshalb muss der CDU-dominierte Landkreis jetzt Farbe bekennen und eine verbindliche Schulentwicklungsplanung betreiben.“ Es gehe nicht an, dass der Landrat nur so tut, als sei er Poststelle des Landes um Anträge weiterzuleiten. Schülerinnen und Schüler aus der gesamten Region. „Auch muss der Landkreis endlich sagen, was er mit einer gymnasialen Außenstelle in der Verbandsgemeinde Weißenthurm bezweckt“, mahnt Clemens Hoch: „Organisatorisch ist das nämlich von Andernach aus ziemlich katastrophal.“ Viel besser wäre es auch dort über eine IGS oder eine Realschule plus nachzudenken. „Außenstellen können immer nur eine Not- und Übergangslösung sein“, so der Andernacher Abgeordnete: „Auch deshalb muss endlich eine verbindliche Schulentwicklungsplanung des Kreises her.“