
Andernach. Der Arbeitskreis Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung der SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz besuchte auf Initiative des lokalen Abgeordneten Marc Ruland den Betriebsratsvorsitzenden der Firma ThyssenKrupp Rasselstein GmbH in Andernach, Wilfried Stenz. Im Laufe des Gesprächs wurden insbesondere die Gewinnung von Fachkräften und die möglichen Auswirkungen der geplanten EEG-Reform thematisiert. Darüber hinaus wurde über die voraussichtliche Schließung des Rasselstein-Werks zum 30. September 2016 in Neuwied gesprochen.
Ein Großteil der Beschäftigten soll dann im Werk in Andernach arbeiten. Für den dortigen Standort bedeutet das eine Erweiterung der Aufgabenbereiche und die zeitnahe Integration der Fachkräfte aus Neuwied. Trotz dieser Veränderungen hält ThyssenKrupp Rasselstein an der Ausbildung künftiger Fachkräfte fest. Das Unternehmen betreibt einen eigenen „AzubiBlog“ zum Erfahrungsaustausch und bietet ein Einstiegsqualifizierungsprogramm für Jugendliche an.
Jens Guth, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, und der Andernacher Landtagsabgeordnete Marc Ruland erklären: „ThyssenKrupp Rasselstein ist mit seinen Maßnahmen zur Ausbildung künftiger Fachkräfte vorbildlich und somit gut auf den demografischen Wandel vorbereitet. Nicht nur im Hinblick auf die bevorstehenden Veränderungen im Werk Neuwied stehen wir an der Seite der Rasselsteiner. Ich bin sicher, dass die Integration der Fachkräfte in den Standort Andernach gut ablaufen wird.“
Gemeinsam mit den Kollegen der IG Metall nahm Ruland auf Einladung von Wilfried Stenz an der Demo vor der ThyssenKrupp-Zentrale in Essen teil und kämpft an der Seite des Betriebsrates mit für den Erhalt von 137 Arbeitsplätzen in Andernach. Vorausgegangen war das Bekanntwerden von Konzernpapieren, wonach Thyssen-Krupp plant, überbetriebliche Bereiche in Essen, Berlin, Polen und Indonesien zu zentralisieren. Betroffen wären in Andernach IT-Abteilungen, Personalservice, Einkauf und Rechnungswesen.
Hierzu erklärt Marc Ruland: „Bei allem Verständnis für die Lage des ThyssenKrupp-Konzerns ist es ein Unding, dass der neu ausgehandelte Ergänzungstarifvertrag, der betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 ausschließt, ausgehöhlt wird und Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates mit Füßen getreten werden. Aus diesen Gründen habe ich die Rasselsteiner bei der Demo in Essen unterstützt und werde auch weiter mit dem Betriebsrat im engen Kontakt stehen.“