MAYEN-KOBLENZ

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Schülerinnen und Schüler wollen Mitreden

Veröffentlicht am 19.11.2010 in Pressemitteilung

Clemens Hoch und Hedi Thelen zum 9. November Gast im Bertha von Suttner-Gymnasium

ANDERNACH: Gemeinsam mit seiner Kollegin Hedi Thelen, sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, besuchte der Landtagsabgeordnete Clemens Hoch (SPD) das Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Andernach. Zum 8. Mal hatten der Mainzer Landtag und seine Abgeordneten den Schulbesuchstag organisiert – zum 9. November, dem „Schicksalstag der Deutschen“. Clemens Hoch, rechtspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, ist begeistert von der Aktion: „Wir möchten jungen Menschen Politik und die Bedeutung der Demokratie näher bringen. Sie sollen ihre Politiker aus nächster Nähe kennen lernen. Und wir möchten Rede und Antwort stehen“, erklärt Clemens Hoch. Er ist sich einig mit Hedi Thelen: „Politik für die Menschen lässt sich besser vermitteln, wenn man ein Gesicht damit verbindet. Wichtig ist vor allem, dass gerade junge Leute sich für politische Zusammenhänge interessieren.“

Um den Wert demokratischer Verhältnisse zu vermitteln, eignet sich kaum ein Tag besser als der 9. November. Er gilt als einer der bedeutsamsten Tage der deutschen Geschichte, angefangen von der Ausrufung der Weimarer Republik 1918 über die so genannte „Reichskristallnacht“, aber eben auch über die friedliche Revolution in der DDR, die am 9. November 1989 zur Öffnung der Mauer führte, die die Deutschen seit 1961 geteilt hatte.
Lehrerin Kerstin Homuth und ihre Kollegen hatten die rund 40 Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse und die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Sozialkunde gut auf das Gespräch vorbereitet. Schwerpunkt der Diskussion wurde die Wiedervereinigung vor 21 Jahren. Schnell entspann sich eine Diskussion, wie denn die Partner Deutschlands in Europa auf die Öffnung der Mauer reagiert haben, vor allem Franzosen und Engländer. Darüber, dass sich die Begeisterung der Nachbarn zunächst in Grenzen hielt, referierte Thelen. Deutschland musste sich als Bündnispartner beweisen und Bedenken und Ängste vor einem wieder erstarkenden und vereinigten Deutschland zerstreuen. Clemens Hoch erklärte dazu: „Die Bundesrepublik hatte mit Frankreich und Großbritannien über zahlreiche Austauschprogramme für Erwachsene und Schüler in den Jahren zuvor bereits ein Klima des Vertrauens geschaffen. Die Nationen waren sich näher gekommen und hatten Ängste abgebaut. Dennoch musste sich Deutschland hier nun als verlässlicher Partner beweisen.“

Und wieder wurde ein Austausch notwendig. Denn im Rahmen der Wiedervereinigung brauchten die neuen Bundesländer Unterstützung im Aufbau neuer Strukturen in Verwaltung, Politik und Wirtschaft. Jedes westdeutsche Bundesland übernahm die Patenschaft für ein ostdeutsches. So half Rheinland-Pfalz in Thüringen beim Aufbau des Landes, entsendete zahlreiche Beamte, Richter, Verwaltungs- und Wirtschaftsfachleute. „Heute verfügen beide Länder über ähnliche Gesetze, einen vergleichbaren kommunalen Aufbau und eine ähnliche Kommu-nalabgabenstruktur“, erläuterte der SPD-Rechtsexperte Hoch und kam zu dem Schluss: „Politik ist spannend, weil sie immer auch einen realen Bezug hat.

Die Schülerinnen und Schüler bedauerten, dass in ihrer früheren Realschule gar keine Sozialkunde gelehrt wurde. Sie sahen sogar eine Gefahr für die Demokratie darin, „dass man Fächer wie Sozialkunde, Deutsch und Geschichte nicht genug nutzt, um politische Aufklärung zu betreiben.“ So versäumten es die Schulen, junge Menschen frühzeitig für politische Fragen zu sensibilisieren. Sie plädierten dafür, früher mit Sozialkunde- und Geschichtsunterricht zu beginnen.

Einig war man sich am Ende, dass die Wiedervereinigung und die damit verbundenen Folgen die Menschen noch sehr lange beschäftigen werden. Und klar wurde am Ende, dass die Demokratie nicht gerade die einfachste und bequemste Staatsform sei. „Man muss sich einbringen, mitmischen, Informationen sammeln, sich auseinandersetzen und um Lösungen ringen. Das macht Spaß, ist spannend, aber bestimmt nicht locker“, waren sich die beiden Landespolitiker einig

Homepage Ein Hoch für Rheinland-Pfalz - Clemens Hoch ::.

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